Die Zentralsauna.

Gebäude der ehemaligen Zentralen Sauna nach der Restaurierung.

Gebäude der sog.Sauna. Hier wurden die neu im Lager eingetroffenen Häftlinge registriert und desinfiziert.

Teilausschnitt aus der Ausstellung, die sich in dem Raum befindet, in dem das konfiszierte Gepäck der ins Lager deportierten Juden durchsucht wurde.

Vorderwand, auf der eine Ausstellung privater Fotos gezeigt wird, die die ins KL Auschwitz deportierten Juden mitgebracht hatten.

In diesem Gebäude, Ende 1943 fertiggestellt, wurden die im Lager neu angekommenen und für arbeitsfähig befundenen Häftlinge registriert und desinfiziert. Hier erhielten sie ihre Nummern auf den Unterarm tätowiert, bekamen ihre gestreifte Lagerkleidung. Von Kopf und Körper wurden ihnen die Haare entfernt. Es kam vor, daß hier zusätzliche Selektionen durchgeführt wurden, wonach schwangere Frauen in die Gaskammern geschickt wurden. Wegen des im Lager herrschenden Schmutzes und der ungeheuren Mengen von Ungeziefern, die die Ursache von vielen Krankheiten und Epidemien waren, die wiederum das Funktionieren des Lagers und auch die Gesundheit der SS-Wachmannschaften bedrohten, wurden in der Sauna von Zeit zu Zeit Entlausungsaktionen der Häftlinge sowie von deren Kleidungsstücken durchgeführt.

Im Juni 2001 wurde das Gebäude der ehemaligen sog. Sauna für die Besucher geöffnet. Funktion und Geschichte des Objektes kann man kennenlernen, wenn man durch die einzelnen Räume in der Reihenfolge geht, in der auch die Häftlinge zu gehen gezwungen waren. Die Lage des Gebäudes auf dem Abschnitt, auf dem sich auch die Magazinbaracken mit dem den Opfern der Massenvernichtung geraubten Hab und Gut befanden, ebenfalls seine Nähe zu den Gaskammern und Krematorien waren der Anlass, hier nicht nur seine Rolle beim Funktionieren des Lagers aufzuzeigen, sondern auch in einem der letzten Säle, durch die die Besucher gehen, Fotografien unterzubringen, die mit dem Gepäck der deportierten Juden ins Lagers gebracht worden waren und die nach der Befreiung des Lagers gefunden wurden.

Der Zutritt der Öffentlichkeit zum Gebäude der Zentralen Lagersauna sowie die Nachkonstruktion der Inneneinrichtung wurde ermöglicht durch eine Finanzierung der Regierungen der Deutschen Bundesländer. Sie finanzierten auch die Monographie "Architektur des Verbrechens. Das Gebäude der Zentralen Sauna im KL Auschwitz II-Birkenau" sowie das Album "Vor der Auslöschung....", die sämtliche Fotografien der Sammlung enthält, die sich im Besitz des Museums befindet und von der ein Teil auch im Gebäude der Sauna gezeigt wird.

Diese Veröffentlichungen können an allen Verkaufsstellen auf dem Gelände des Museums erworben werden, und zwar in englischer, deutscher und polnischer Sprache.

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