Bunker Nr. 2

Gegenwärtiger Zustand des Bunkers Nr. 2 - der zweiten provisorischen Gaskammer. Auf dem im Hintergrund sichtbaren Gelände wurden die Leichen der ermordeten Menschen verbrannt.

In der ersten Jahreshälfte 1942 begannen die Nazis im Zusammenhang mit dem verstärkten Eintreffen zahlreicher jüdischer Transporte - neben der bereits funktionierenden ersten Gaskammer - zwei weitere Gaskammern zu benutzen, die in Häusern untergebracht wurden, aus denen die Dorfbewohner Birkenaus ausgesiedelt worden waren.

Bunker II, auch "Weißes Haus" genannt nach dem weißen Putz auf den Außenwänden des Gebäudes. Hier wurden mit Hilfe von Gas Juden - Männer, Frauen und Kinder - sowie polnische politische Häftlinge nach Selektionen im Krankenbau ermordet. Im Bunker befanden sich vier provisorische Gaskammern unterschiedlicher Größe. Sie waren von Sommer 1942 bis zum Frühling, bzw. Frühsommer 1943 in Betrieb, als in Birkenau vier neue Gebäude mit Gaskammern und Krematoriumsöfen errichtet worden waren. Der Bunker II wurde erneut in Betrieb genommen, als die Deutschen zu Vernichtung der ungarischen Juden zusätzliche Gaskammern benötigten.

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