
Die Struktur des MuseumsDas Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau betreibt eine vielseitige Tätigkeit. Es konserviert und sichert die Überreste und Objekte aus der Zeit des KL Auschwitz, sammelt, bearbeitet und macht Dokumente und andere Erinnerungsstücke zugänglich. Es sammelt ebenfalls künstlerische Arbeiten der verschiedensten Art, die das KL Auschwitz betreffen. Im Museum arbeiten über 200 Personen in verschiedenen Abteilungen. Diese sind tätig (mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen) von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 14.00 Uhr). DIE ABTEILUNGEN:
Die Sammlungen sind überwiegend Eigentum des Museums und enthalten u.a.:
Die Archivmaterialien können Forschern zugänglich gemacht werden. Sie sollten sich vorher anmelden, den Termin ihrer Anreise und das Thema ihrer Unter-suchung. nennen. Die Vertreter von Institutionen, Vereinigungen, Studenten von Hochschulen und andere interessierte Personen müssen ein Empfehlungsschreiben vorlegen. Die Archivmaterialien werden nicht außer Haus ausgeliehen. In begründeten Fällen fertigt das Archiv Kopien von Dokumenten und Fotoreproduktionen aus seinen Sammlungen an. Das Archiv hält auf Wunsch vor Studien- und Seminargruppen aus Polen und aus dem Ausland Vorträge über seine Tätigkeit und über die Archivsammlungen des Museums. Die Sektion entstand im Jahre 1990 und fertigt von den im Museum befindlichen Aktengruppen Dateien an und archiviert diese. Zu den Aufgaben der Sektion gehört ebenfalls die Computerisierung aller Abteilungen und deren Vernetzung untereinander. Informationen über das Schicksal einzelner Häftlinge können persönlich vor Ort oder auch schriftlich (indem man an die Adresse des Museums [link do: http://www.auschwitz.org.pl/html/pl/muzeum/index.html] mit dem Zusatz „Archiwum“ schreibt) eingeholt werden. Dabei sollte man bedenken, dass der größte Teil der Lagerdokumente von den Deutschen, noch vor der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee, vernichtet wurde. Daher kommt es häufig vor, dass über die ins Lager deportierten Häftlinge keine schriftlich vorhandene Spur mehr existiert. Das betrifft vor allem die Menschen, die von den Deutschen unmittelbar nach deren Ankunft im Lager in die Gaskammern geführt wurden. Sie stellen den größten Anteil aller Opfer des KL Auschwitz.
Nur ein kleiner Teil der Sammlungen stammt aus Schenkungen und Ankäufen. In der historischen Sammlung befinden sich u.a.:
In der künstlerischen Sammlung befinden sich u.a. über 6 tausend Werke aus den Bereichen Malerei, Schnitzerei und Grafik, die im Lager oder nach dem Krieg entstanden sind. Die künstlerische Sammlung enthält auch Werke von zeitgenössischen Künstlern. Die Sammlungen werden Forschern, Historikern, Studenten, Journalisten sowie Teams von Film und Fernsehen aus Polen und dem Ausland, die sich mit der Lagerproblematik beschäftigen, zugänglich gemacht. Auch diese Abteilung hält auf Wunsch vor Studien- und Seminargruppen aus Polen und aus dem Ausland Vorträge über seine Tätigkeit und über seine Sammlungen. Ihre Bestände entsprechen genau dem Profil des Museums. In der Bibliothek befinden sich Bücher, Zeitschriften und Karten aus der Geschichte des 2.Weltkrieges, des Dritten Reiches, der Okkupation sowie der Leidensgeschichte in Gefängnissen und Konzentrationslagern unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte des KL Auschwitz. Die Bestände der Bibliothek umfassen ca. 20 tausend Bände, über 2,5 tausend Zeitschriften und einige zig Landkarten. Interessierte Personen können den Lesesaal in der Bibliothek benutzen.
Seit einigen Jahren leistet die Ronald Lauder Stiftung große Hilfe bei den Konservierungsarbeiten. Die in dieser Abteilung arbeitenden Wissenschaftler haben sich auf die Geschichte des KL Auschwitz spezialisiert. Als Experten und Berater in diesem Bereich beschäftigen sie sich mit der wissenschaftlichen Bearbeitung der Sammlungen des Museums, führen wissenschaftliche Untersuchungen durch, bieten Seminare und Vorträge für Lehrer an, schulen die Museumsführer und arbeiten mit anderen Abteilungen bei populärwissenschaftlichen und didaktischen Themen und Veröffentlichungen zusammen. Zu den wichtigsten Veröffentlichungen [link do: http://www.auschwitz.org.pl/html/pl/muzeum/publikacje_pracownikow.html] von Mitarbeitern dieser Abteilung zählen: „Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939 - 1945“ von Danuta Czech, „Der Arbeitseinsatz der Häftlinge aus dem KL Auschwitz“ und „Die Zahl der Opfer von Auschwitz“ von Franciszek Piper, „ Die Endphase des KL Auschwitz: Evakuierung, Liquidierung und Befreiung des Lagers“ von Andrzej Strzelecki und der Sammelband „Auschwitz. Nazistisches Todeslager“, eine populärwissenschaftliche Monografie, in dem alle wichtigen Themen über das Funktionieren des Lagers abgehandelt werden. Die Krönung der Arbeit dieser Abteilung ist das 5-bändige Werk „Auschwitz 1940 - 1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz“, das die einzelnen Aspekte des KL Auschwitz (Gründung und Ausbau des Lagers, Arbeit und Leben der Häftlinge, Vernichtung, Widerstand, Befreiung, Kalendarium der wichtigsten Ereignisse) gründlich abhandelt. Die Abteilung koordiniert die Verbindung und die Zusammenarbeit zwischen dem Museum und den ehemaligen Häftlingen. Die Mitarbeiter der Sektion helfen ehemaligen Häftlingen bei der Anfertigung von Erlebnisberichten, fertigen, gestützt auf Archivmaterialien aus der Nachkriegszeit (Berichte, Erinnerungen, Aussagen usw.), Karteien mit den Namen der nach Auschwitz Deportierten an und führen Umfragen unter den ehemaligen Häftlingen durch. Die Abteilung ist dem Archiv bei der Sammlung und Erstellung von Dokumenten behilflich. Sie leitet und koordiniert die Arbeiten zur Erstellung von Personen- und Sachregistern aus den Materialien der Nachkriegszeit. Sie führt Untersuchungen im Archiv durch und ist ebenfalls in den Bereichen Wissenschaft und Forschung sowie Bildung und Erziehung tätig.
Auf dem Bild links ist ein Fragment der Ausstellung „Auschwitz - Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zu sehen, die zweimal im Sitz der UNO (1985, 1994) und in mehr als ein Dutzend Städten der USA sowie in einer Reihe von europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Italien, Schweiz) gezeigt wurde. Während der Präsentation der Ausstellung in den USA wurde sie vom Jüdischen Weltkongress und der UJA (United Jewish Appeal) gesponsert. Sie beschäftigt sich mit der Verbreitung des Wissens über die Geschichte des KL Auschwitz. Eine der Grundformen ihrer Tätigkeit ist die Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern, mit polnischen und ausländischen Institutionen, Forschungsinstituten sowie jugendlichen Studiengruppen. Seit einigen Jahren wird zwischen dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau und dem Institut Yad Vashem ein systematischer Austausch von Studiengruppen, zu denen Museumsspezialisten und Lehrer aus Polen und Israel gehören, organisiert. Im Rahmen der Bildungsarbeit werden u.a. organisiert: Vorlesungen und Vorträge, Unterrichtsstunden im Museum, Konferenzen für Lehrer, Symposien und Filmvorführungen, Zeichenwettbewerbe, Aufsatzwettbewerbe. Seit einiger zeit organisiert die Abteilung Bildung und Erziehung in Zusammenarbeit mit polnischen Hochschulen einen postgraduierten Studiengang für Lehrer zu dem Thema Holocaust. Einen wichtigen Tätigkeitsbereich dieser Abteilung stellt die Betreuung der Museumsbesucher dar, und zwar durch die die sich mit Führungen durch das Museum, mit der Kontrolle und der Analyse der Besucherströme beschäftigt. DIE VERLAGS-UND INFORMATIONSABTEILUNGSie beschäftigt sich mit der Publizierung und der Distribution von Arbeiten über die Geschichte des KL Auschwitz und über die Tätigkeit des Museums. Sie arbeitet mit anderen Verlagen aus Polen und dem Ausland zusammen. Bisher hat der Verlag 420 Positionen mit einer Auflage von 7 Millionen Exemplaren veröffentlicht. Es sind dies wissenschaftliche Arbeiten, Quellenausgaben, schöngeistige Literatur, Poesie, Erinnerungen sowie Alben, Plakate, Postkarten, Videokassetten mit der Geschichte von Auschwitz usw. |
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