
Mittel für den Unterhalt des MuseumsDas Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau wird aus Haushaltsmitteln des polnischen Staates finanziert, auf dessen Schultern über 40 Jahre lang die ganze Last der Ausgaben für den Erhalt und die Konservierung des Museums lag. Diese Situation änderte sich teilweise erst am Beginn der 90-iger Jahre, als Hilfe von außen kam. Der 1990 berufenen Internationale Auschwitz-Rat unterstützte das Museum mit Hilfe seiner Erfahrungen, übernahm Koordinierungs- und Beraterfunktionen und öffnete den Weg zu umfangreicheren internationalen Kontakten, insbesondere mit Museen von ähnlichem Charakter in den Vereinigten Staaten und Israel. Die ebenfalls im Jahre 1990 gegründete Stiftung zum Gedenken an die Opfer des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau beschäftigte sich vor allem mit der Beschaffung von zusätzlichen Geldern, die die Mittel aus dem Staatshaushalt ergänzten. Einen großen Anteil an der Hilfe hatte die Lauder-Stiftung aus New-York. Deren Experten fertigten einen Bericht über den technichen Stand des Museums an, machten Vorschläge über Umfang und Methoden der Konservierung und legten einen Kostenplan vor. Dank der Bemühungen der Lauder-Stiftung wuchs in der Welt das Interesse an der Finanzierung der Erhaltungsarbeiten in Auschwitz. Ronald Lauder und Kalman Sultanik führten im Einvernehmen mit der polnischen Regierung, dem Internationalen Auschwitz-Rat und der Direktion des Museums erfolgreiche Gespräche in vielen Ländern durch. Die größten Summen stellten die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierungen der deutschen Bundesländer zur Verfügung. Hilfe kam ebenfalls von den Regierungen Griechenlands und Belgiens, vom Amerikanischen Holocaust Rat, von Institutionen und Privatpersonen. Besonders wichtig war die Initiative des Norddeutschen Rundfunks, durch dessen Aktionen ca. 2 Millionen Mark an Spenden zuammenkamen. Dank all dieser Mittel konnte ein Erhaltungsprogram geplant und durchgeführt werden, das die wichtigsten ehemaligen Lagerobkjekte umfasst. |
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