Buna-Werke. Eine der zum Konzern IG Farbenindustrie gehörenden chemischen Betriebe, die während des Krieges in Auschwitz eröffnet wurden. Dessen Bau kostete Zehntausenden von Häftlingen des KL Auschwitz das Leben.
Alliierte Luftaufnahme aus dem Jahre 1944.
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Den unbestrittenen Vorrang in der Beschäftigung von Häftlingen des KL Auschwitz besaß unter den Industriebetrieben der Chemiekonzern IG Farbenindustrie. Als einer der Konzerne, der bereits in der Zwischenkriegszeit das breit angelegte Programm der wirtschaftlichen Autarkie Deutschlands realisieren half, profitierte er von einer bestimmten Unterstützung staatlicher Stellen bei der Vergabe von Krediten, Rohstoffen und Arbeitskräften. Zahlreiche Investitionen dieses Konzerns wurden auf Anregung des Staates vorgenommen, in dessen wirtschaftlichen Organen die Vertreter der IG Farbenindustrie im übrigen eine Schlüsselstellung einnahmen. Der Konzern hielt die gesamte Produktion des synthetischen Kautschuks in seinen Händen sowie einen bedeutenden Teil der Produktion synthetischer Treibstoffe.
Da die bereits während der Zwischenkriegszeit gebauten Fabriken nicht mehr den bestehenden Bedarf deckten, beschloss man zwei weitere Betriebe zu bauen - einer davon sollte in Schlesien stehen. Als im Jahre 1940 die Vorentscheidung für den Standort des zweiten Betriebes auf Auschwitz fiel, so spielten dabei neben dessen günstiger Lage außerhalb der Reichweite der alliierten Flugzeuge auch die unmittelbare Nähe von Rohstoffen (Steinkohle, Kalkstein, Steinsalz und Wasser) eine wichtige Rolle. Die dann im Jahre 1941 getroffene Entscheidung für den Bau der Betriebe wurde nicht zuletzt von der Tatsache beeinflusst, dass an diesem Standort ein neu angelegtes Konzentrationslager existierte, das die notwendigen billigen Arbeitskräfte stellen konnte.
In der zweiten Hälfte des Jahres 1944 wurde die Fabrik mehrfach von alliierten Flugzeugen bombardiert.
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