Zyklon B-Granulat
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ZYKLON B ALS VERNICHTUNGSMITTEL
- Zyklon B:
- Cyanwasserstoff HCN, Cyanwasserstoffsäure, Blausäure, chemische Verbindung; eine extrem giftige flüchtige, farblose Flüssigkeit, die nach Bittermandelöl riecht. Cyanwasserstoff gehört zu den giftigen Kampfstoffen. Seine Wirkung beruht auf der Lähmung der Atemwege. Es gelangt über die Schleimhäute und die Haut, vor allem aber über die Lungen ins Blut. Dort blockiert es den Blutfarbstoff Hämoglobin und verhindert damit die Sauerstoffübertragung. Es kommt zu einer Art inneren "Erstickung".
Zyklon B wurde in Deutschland während der Zwischenkriegszeit und während des Zweiten Weltkrieges zur Desinfektion und Desinsektion benutzt, u.a. von Schiffen, von Räumen und Geräten. Auch im Lager Auschwitz wurde Zyklon B bis 1941 ausschließlich zur Desinfektion benutzt. Um die Wende von August und September 1941 wurde das Zyklon zunächst versuchsweise, dann gezielt als Mittel zur Massenvernichtung eingesetzt, und zwar in Form von Kieselgurklümpchen von der Größe kleiner Bohnen, die mit Cyanwasserstoff getränkt waren. Da sich Cyanwasserstoff leicht verflüchtigte und daher stets Vergiftungsgefahr bestand, wurde das Zyklon B in luftdichten Metalldosen ins Lager geliefert.
Das im KL Auschwitz verwendete Zyklon B wurde von der Firma Degesch (Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung GmbH) mit Sitz in Frankfurt am Main produziert. Sie gehörte zum Konzern IG Farbenindustrie AG.
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