Dieses Nebengleis, allgemein als "Rampe" bekannt, war die Endstation, an der die Züge mit den zur Vernichtung bestimmten Menschen haltmachten. Hierhin wurden Hunderttausende von Juden aus den von Deutschland besetzten Gebieten transportiert, sowie ebenfalls Häftlinge anderer Nationalität, vor allem Polen sowie Sinti und Roma. Hier wurden unter den Juden die Selektionen durchgeführt, nach denen die Mehrheit von ihnen zum sofortigen Töten in die Gaskammern geführt wurde. Die Rampe funktionierte von 1942 bis Mai 1944, bis zu der Zeit, als
die neue Rampe im Lager Auschwitz II-Birkenau fertiggestellt war.
Der erste Transport mit Häftlingen (728 Polen, darunter ca. 20 polnische Juden), der am 14. Juni 1940 im KL Auschwitz ankam, hielt auf einem Gleis neben dem Hauptlager. Einige Häftlingstransporte übernahm die SS auch auf dem Bahnhof von Auschwitz.